Alle Gespräche von #odvážný
Eine Übersicht über 120 Gäste, die in der Sendung gesprochen haben. Zu jedem Gast finden Sie, worum es im Gespräch geht und wo Sie es ansehen können. Ältere Folgen ergänzen wir nach und nach. Die Gespräche sind auf Tschechisch.
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Die Sendung #odvážný („#mutig“) entstand aus einer einfachen Überzeugung: Wenn jemand über schwere Dinge laut spricht, hören sie auf, ein Tabu zu sein. Hinter jeder Zeile unten steht ein Mensch, der sich entschieden hat, vor der Kamera etwas anzuvertrauen, worüber sonst geschwiegen wird. Bei sensiblen Themen ergänzen wir die fachliche Sicht von Psychologinnen, Psychologen und Therapeutinnen und Therapeuten, damit das Publikum nicht nur bei der Geschichte stehen bleibt, sondern auch Erklärungen und Orientierung bekommt.
Die Gespräche berühren belastende Themen: sexualisierte Gewalt, häusliche Gewalt, Selbstverletzung und Sucht. Machen Sie eine Pause, wann immer Sie sie brauchen. Rund um die Uhr und kostenlos in Tschechien (auf Tschechisch): Linka bezpečí 116 111 (Kinder, Jugendliche und Studierende), Linka první psychické pomoci 116 123 (Erwachsene). Weitere Kontakte, auch für Deutschland und Österreich.
Was Sie in der Übersicht finden
Die Gespräche sind in vier Gruppen eingeteilt. Klicken Sie auf die, die Sie interessiert.
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Bevor die Kamera angeht
Keines der Gespräche unten ist so entstanden, dass wir jemanden angerufen und es eine Woche später aufgenommen hätten. Unser Vorgehen ist bei jedem Gast gleich, und wir halten uns daran auch dann, wenn sich die Aufnahme dadurch um Monate verschiebt.
Erster Kontakt und ein Gespräch ohne Kamera
Viele Gäste melden sich von selbst, meist nachdem sie eine ältere Folge gesehen haben. Bevor wir irgendetwas Weiteres vereinbaren, telefonieren wir. Dieses Gespräch dient nicht der Vorbereitung eines Drehbuchs, sondern der Klärung einer einzigen Frage: ob jemand spricht, weil er möchte, dass es anderen hilft, oder weil er für sich selbst noch nach einem Abschluss sucht. Im zweiten Fall verschieben wir die Aufnahme und empfehlen fachliche Hilfe. Das ist schon mehrmals vorgekommen.
Was wir vorab vereinbaren
Vor der Aufnahme gehen wir mit dem Gast die Themenbereiche durch und vor allem das, wonach wir nicht fragen werden. Jeder Gast hat das Recht, während der Aufnahme jederzeit zu sagen, dass wir einen Teil auslassen, und muss das in keiner Weise begründen. Wir überreden niemanden und fragen nicht nach Details, die der Gast nicht von sich aus anbietet.
Nach der Aufnahme und vor der Veröffentlichung
Die geschnittene Folge sieht der Gast vor allen anderen. Er kann verlangen, dass jede beliebige Passage entfernt wird, und kann die Veröffentlichung auch ganz zurückziehen, selbst wenn die Folge bereits fertig ist. Dieses Recht behält er auch nach der Veröffentlichung: Wenn ein Gast nach einiger Zeit darum bittet, nehmen wir die Folge ohne Diskussion herunter.
Fachliche Aufsicht
Bei schwereren Themen besprechen wir die Gestaltung des Gesprächs mit Psychologinnen, Psychologen, Therapeutinnen und Therapeuten, mit denen wir zusammenarbeiten. Einige von ihnen sind zugleich Gäste der Fachfolgen, die Sie in der Übersicht unten finden. Das ist keine Formalität: Gerade sie haben uns immer wieder gesagt, wo die Grenze zwischen einem Zeugnis und einer Anleitung liegt.
Was Sie in den Gesprächen bewusst nicht finden
Prävention und Sensation unterscheiden sich in den Details, die laut ausgesprochen werden. Wir halten uns deshalb an die Regel, Folgendes nicht zu veröffentlichen:
- Beschreibungen einzelner Taten. Wir sprechen darüber, was es mit einem Menschen gemacht hat, nicht darüber, was genau geschehen ist.
- Namen von Tätern oder Angaben, über die sich eine bestimmte Familie, Schule oder Gemeinde ausfindig machen ließe.
- Alles, was ein Kind identifizieren könnte, das noch minderjährig ist.
- Konkrete Methoden der Selbstverletzung oder des Abnehmens. Bei diesen Themen halten wir uns an die Empfehlungen für eine sichere Medienberichterstattung.
- Bewertungen dessen, was der Gast hätte anders machen sollen. Die Verantwortung trägt, wer verletzt hat.
Wie Sie das Archiv lesen
Die Übersicht unten ist nicht dafür gedacht, sie von Anfang bis Ende durchzugehen. Je nachdem, warum Sie hier sind, eignet sie sich unterschiedlich.
Sie sind Eltern oder Großeltern
Beginnen Sie mit den Fachgesprächen, nicht mit den persönlichen Geschichten. Die Fachleute benennen konkrete Signale und Situationen, die man zu Hause erkennen kann. Die persönlichen Geschichten sehen Sie danach mit anderen Augen: Es geht darin nicht um Ausnahmefälle, sondern um gewöhnliche Familien, in denen lange niemand etwas bemerkt hat.
Sie sind Lehrkraft oder Präventionsbeauftragte/r der Schule
Einzelne Folgen lassen sich als Grundlage für eine Lehrerkonferenz nutzen. Ein konkreter Bericht eröffnet eine Diskussion anders als eine allgemeine Schulung. Wenn Sie direkt mit Kindern arbeiten möchten, raten wir davon ab, die Folgen ohne Vorbereitung im Unterricht zu zeigen; dafür gibt es den Schulbesuch (auf Tschechisch), bei dem jemand bei den Kindern ist, der reagieren kann, wenn sich ein Kind anvertraut.
Sie haben etwas Ähnliches erlebt
Suchen Sie nach einer Geschichte, die Ihrer ähnelt. In den Rückmeldungen wiederholt sich ein Satz: Zum ersten Mal habe ich jemanden genau das beschreiben hören, von dem ich dachte, dass es nur mir passiert ist. Wenn Sie das aufwühlt, finden Sie Kontakte für Hilfe auf der Seite Hilfe finden.
Sie arbeiten journalistisch oder studieren
Die Gespräche sind frei zugänglich und dürfen zitiert werden. Wir bitten nur um zweierlei: Nennen Sie die Quelle und reißen Sie Sätze über Missbrauch nicht aus dem Zusammenhang. Für Stellungnahmen und Materialien schreiben Sie uns über die Kontaktseite.
Persönliche Geschichten 63

Iva Melichová
Lebt mit Morbus Crohn
Die Diagnose bekam sie mit dreizehn, sechs Jahre verbrachte sie in Krankenhäusern, und nach einem Jahr im Bett lernte sie wieder laufen. Heute lebt sie ohne Symptome und hilft anderen Kranken.

Aneta
Überlebende, heute clean
Sie wuchs mit einer heroinabhängigen Mutter in den Wohnungen von Dealern auf, Missbrauch erlebte sie schon in der Kinderkrippe. Über ihre Kindheit spricht sie zum ersten Mal öffentlich, nach vierzig Jahren Schweigen.

Vanes
Zweite Mutter für fünf jüngere Geschwister
Sie schildert Gewalt und Missbrauch in der Familie und ihren Weg zu Hilfe. In der Sendung liest sie zum ersten Mal öffentlich einen Brief an ihren inneren Kritiker vor.

Adam Vopička
Musiker und Regisseur
Eine Hälfte seines Gesichts wurde gelähmt, und er verlor die Hälfte seines Gehörs. Er selbst bringt das damit in Verbindung, dass er jahrelang nicht Nein sagen konnte.

Nella
Zwei Monate nach der ersten Folge geht sie auf die Kommentare ein: auf die fünfzig Menschen, die sich dort zum ersten Mal geöffnet haben, und auf die, die ihr die Schuld gaben.

Johannka
Ab ihrem fünften Lebensjahr wurde sie vom eigenen Vater missbraucht. Sie sprach darüber, als ihre Mutter beschloss zu gehen. Gemeinsam erzählen sie, was danach kam.

Martina
Multiple Sklerose mit 17
Sie war dreizehn, als sie zum ersten Mal zusammenbrach. Die Diagnose Multiple Sklerose erfuhr sie erst mit siebzehn, und das Erste, was sie googelte, war, dass sie im Rollstuhl landen würde. Heute ist sie einundzwanzig, nimmt jeden Tag Medikamente und spricht offen über das Leben mit MS, damit niemand sonst damit allein ist.

Marek
Mein Onkel missbrauchte mich, ins Gefängnis kam dann ich
Er war sieben, als ihn sein eigener Onkel zu missbrauchen begann. Zwanzig Jahre schwieg er darüber und durchlebte in dieser Zeit siebzehn Jahre Drogen, die Straße und acht Jahre Gefängnis. Heute ist er seit zehn Jahren clean und schreibt ein Buch.

Tereza „Thea“ Podzimková
Eine Zwangsstörung, die ihr ganzes Leben beherrschte
Mit siebzehn wusch sie sich mehrmals am Tag, wechselte die Bettwäsche und trug ihr Handy in einer Plastiktüte, aus Angst, jemanden anzustecken. Sie landete in der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Prager Krankenhaus Motol. Heute beschreibt sie offen, was in ihrem Kopf vorging und was ihr herausgeholfen hat.

Pavla
Meine Mutter und mein Stiefvater verkauften mich an fremde Männer
Sie spricht über eine Kindheit, die ihr das Gefühl von Sicherheit, ihre Gesundheit und viele Lebensjahre genommen hat. Das Gespräch entstand kurz nach ihrer ersten polizeilichen Vernehmung und ist ihre allererste öffentliche Aussage. Ein schweres Zeugnis über das Versagen der Eltern, die Verjährung des Falls und die Entscheidung, nicht mehr zu schweigen.

Jitka Kamencová
Ich habe meinen eigenen Kindern wehgetan
Sie bringt ein Thema mit, über das am schwersten gesprochen wird: nicht als Opfer, sondern als Elternteil, das im Rückblick das eigene Versagen sieht. Sie spricht über unbewusste Mutterschaft, Schuld, Entschuldigung und darüber, wie man beginnen kann, die Beziehung zum eigenen Kind zu reparieren.

Gabča
Die Magersucht hätte mich fast das Leben gekostet
Die Krankheit wiederholte in ihrem Kopf jahrelang einen Satz: Du bist nicht dünn genug, um ein Recht auf Hilfe zu haben. Sie durchlebte Orthorexie, Anorexie, Bulimie und einen Suizidversuch. Heute arbeitet sie als Peer-Beraterin und hilft anderen, einen Weg hinaus zu finden.

Jana Rule
Meine Mutter starb in meinen Armen
Sie war fünfzehn, als sie allein am anderen Ende der Welt stand. Nach dem Tod ihrer Mutter übernahm sie die Familienagentur CCI und hilft heute Studierenden, den Mut zu finden, den sie einst selbst finden musste.

Marie
Flucht aus der Hölle häuslicher Gewalt
Sie hielt es für Liebe, und daraus wurde ein Kampf ums Überleben. Zum Schutz des Gastes sind in der Folge Stimme und Bild verfremdet, der Name ist ein Deckname. Sie spricht über psychischen und wirtschaftlichen Terror und darüber, wie sich die Flucht vor einem gewalttätigen Partner planen und überleben lässt.

Jana Marková Žamberská
Er ging mit einer Axt auf uns los
Sie wuchs in Angst vor zwei gewalttätigen Partnern ihrer Mutter auf. Flucht vor der Axt in die Kälte, Missbrauch, das Internat als einziger Ausweg. Heute kämpft sie um die Zukunft ihres Sohnes, der mit fünfunddreißig nach einem Herzinfarkt gelähmt ist.

Nella
Mein Großvater missbrauchte mich ab meinem 7. Lebensjahr
Mit sechzehn nahm sie den Missbrauch heimlich auf und sprach darüber. Das Gespräch führt durch den ganzen Weg: das erste Anvertrauen bei einer Freundin, Polizei und Ermittlungen, das Geständnis des Täters, sein Tod vor dem Prozess, Therapie, Selbstverletzung und das, was am Ende geholfen hat.

Mein Onkel sagte: Das bleibt unser Geheimnis
Gast ohne Namensnennung
Ein eindringliches Zeugnis über Missbrauch, Trauma und Schweigen und über den Weg, das Gefühl von Sicherheit wiederzugewinnen. Der Gast tritt ohne Namensnennung auf.

Marie Klusáčková
ADHS bei Erwachsenen
Du bist nicht faul, vielleicht ist es ADHS. Ein Gespräch über psychische Gesundheit, inneren Druck und darüber, warum man manchmal Verständnis braucht und kein Urteil.

Patrik Byrouti
Ich wünschte meinem Vater den Tod
Eine Kindheit in Armut, Sucht, Scham und der Weg zurück ins Leben. Über eine Familie, die verletzt, und darüber, was einen Menschen nicht zerbrechen lässt.

Ich habe 180.000 CZK verspielt
Gast ohne Namensnennung
Das Wetten nahm ihm den Sport und die Ruhe. Ein Gespräch über Sucht, Familie, Scham und den Moment, in dem es ihm endlich klar wurde.

Ich bin 31 und hatte nie eine Beziehung
Gast ohne Namensnennung
Ein offenes Bekenntnis über Einsamkeit, Scham und die Frage „Was stimmt nicht mit mir?“, die sich mehr Menschen stellen, als man denkt.

Mgr. Eva dos Reis
Rassismus nimmt meinen Töchtern die Sicherheit
Sie hat zwei Töchter adoptiert und beobachtet heute, wie ihnen die Vorurteile ihrer Umgebung das Gefühl von Sicherheit nehmen. Ein Gespräch über Elternschaft, Annahme und darüber, was Rassismus mit einer Kinderseele macht.

Radmila Pinkavová Jirkovská
Mit 21 wurde ich entführt
Seit jener Nacht hat sie, wie sie selbst sagt, ein Leben dazubekommen. Ein Gespräch über die Entführung, über Angst, die sich nicht ablegen lässt, und darüber, wie man weiterleben kann.

Wir waren 12. In der Psychiatrie vergewaltigten mich drei Jungen
Gast ohne Namensnennung
Ein Zeugnis darüber, was geschieht, wenn selbst der Ort versagt, der schützen soll. Der Gast tritt ohne Namensnennung auf.

Elen Balvín Jirková
Meinem Vater habe ich erst an seinem Sterbebett verziehen
Über eine Vergebung, die spät kam und doch kam. Ein Gespräch über eine Beziehung, die ein Leben lang wehtat, und über die Entscheidung, sie abzuschließen.

Seit meiner Kindheit habe ich meine kranken Eltern gepflegt
Gast ohne Namensnennung
Eine Kindheit in der Rolle der Pflegenden und eine Panik, die erst kam, als alles vorbei war.

Mein Bruder missbrauchte mich neun Jahre lang
Gast ohne Namensnennung
Neun Jahre Missbrauch durch den eigenen Bruder und fünfundzwanzig Jahre Schweigen. Darüber, warum in Familien am meisten geschwiegen wird.

Warum Mütter schreien
Gast ohne Namensnennung
Wir sehen die Kinder, aber wir spüren sie nicht. Ein Gespräch über Erschöpfung, die Grenzen elterlicher Geduld und darüber, was man dagegen tun kann.

An der Uni drohte mir eine Vergewaltigung. Heute lehre ich, wie man überlebt
Gast ohne Namensnennung
Darüber, was an der Hochschule geschah, und über den Weg, der von dort zur Arbeit mit anderen führte.

Die Alopezie nahm mir die Haare, nicht das Leben
Gast ohne Namensnennung
Sie musste sich den Kopf rasieren. Darüber, was Haarverlust mit der Identität macht und wie man wieder in den Spiegel schauen kann.

Niemand glaubte mir, dass ich krank bin
Gast ohne Namensnennung
Über einen jahrelangen Weg zur Diagnose, über die Zweifel von Ärzten und Umfeld und darüber, wie erschöpfend es ist, die eigene Krankheit verteidigen zu müssen.

Familie Dietrich
Wir haben 17 Kinder
Chaos, Glaube und Liebe in einer Familie. Ein Gespräch darüber, wie ein gewöhnlicher Tag in einem Haushalt mit siebzehn Kindern aussieht und was eine solche Familie zusammenhält.

Er missbrauchte uns in der Kirche
Gast ohne Namensnennung
„Den anderen Jungen gefällt es“, sagte er. Ein Zeugnis über Missbrauch im kirchlichen Umfeld, über wechselnde Opfer und darüber, wie viele von ihnen ohne Stimme geblieben sind.

Ondřej Krejča
Seit meiner Geburt bin ich blind
Über ein Leben ohne Augenlicht, über einen Humor, den er sich nie hat nehmen lassen, und darüber, was ein Mensch alles hört, der sich auf seine Ohren verlassen muss.

Michaela Burianová
Mein Vater schlug meine Mutter, ihr Partner missbrauchte mich
Und ihre Mutter glaubte ihr nicht. Ein Gespräch über eine Kindheit zwischen zwei Formen von Gewalt und darüber, was es mit einem Kind macht, wenn es sich an niemanden wenden kann.

Karolína Hospodková
Die Alopezie kam mit 14
Es war ein Schock. Heute geht sie ohne Perücke. Darüber, wie lange es dauert, das eigene Spiegelbild anzunehmen, und was man dafür braucht.

Mobbing und Magersucht begannen mit einem Satz der Lehrerin
Gast ohne Namensnennung
„Wie kann jemand so Hässliches in die Schule gehen?“ Ein Satz einer Erwachsenen, der Jahre des Mobbings und einer Essstörung auslöste.

Die Last der Mutterschaft: Warum niemand darüber spricht
Gast ohne Namensnennung
Über die andere Seite der Mutterschaft, die niemand fotografiert: Erschöpfung, Schuldgefühle und stille Überlastung.

Lukáš Jindra
Ich werde nie wieder wie früher sein. Und sie hatten recht
Die Ärzte sagten ihm, er werde nicht in seinen früheren Zustand zurückkehren. Sie hatten recht: Nach seinen eigenen Worten geht es ihm besser. Ein Gespräch darüber, was man aus dem Schlimmsten machen kann.

Sandra Luciani
Ich habe meine Gebärmutter verloren
Jahrelang sagte man ihr, sie habe bloß „Blähungen“. Über die Verharmlosung von Frauenbeschwerden in Arztpraxen, den Verlust der Gebärmutter und die Depressionen, die folgten.

Kateřina Maria Kraft
Lehrer haben mich gemobbt
Mobbing durch diejenigen, die sie hätten schützen sollen, brachte sie bis an den Punkt, an dem sie ihr Leben beenden wollte. Ein Gespräch darüber, was Erwachsene anrichten, die ihre Stellung missbrauchen.

Michaela Sabina Bížová
Seit ich 14 bin, kämpfe ich mit Magersucht, Depression, Zwangsstörung und PTBS
Über das Leben mit mehreren Diagnosen gleichzeitig, darüber, wie ein gewöhnlicher Tag aussieht, wenn der Kopf nicht stillsteht, und was ihr hilft, das zu bewältigen.

Lenka Heráková
Mit 20 Hodgkin-Lymphom
Sie konnte nicht glauben, dass es Krebs ist. Ein Gespräch über eine Diagnose, die kommt, wenn man gerade erst zu leben beginnt, und über den Weg zurück.

Juraj Sutoris
Ich war obdachlos und abhängig
Von der Straße und der Sucht zum eigenen Unternehmen. Ein Gespräch über den Tiefpunkt, über die Entscheidung, die alles gewendet hat, und darüber, was eine solche Rückkehr bedeutet.

Jiří Kylar
Ich war 12, als mich ein Priester zu missbrauchen begann
Er bricht ein kirchliches Tabu. Ein Gespräch über Missbrauch in der Kirche, darüber, wie die Institution reagiert, und über den langen Weg, laut darüber zu sprechen.

Lucie Suková
Gebärmutterhalskrebs
Die Ärzte glaubten ihr nicht. Darüber, wie lange es dauerte, bis jemand sie ernst nahm, und was das für die Behandlung bedeutete.

Vojta Chaura
Ich habe bei einem Autounfall einen Menschen getötet
Über eine Sekunde, die das Leben in ein Davor und ein Danach teilt, über eine Schuld, die sich nicht wiedergutmachen lässt, und darüber, wie man damit weiterleben kann.

Markéta Gajdíková
Meine Brustkrebsdiagnose bekam ich am Telefon
Über eine Diagnose, die am Telefon mitgeteilt wurde, über die Behandlung und darüber, was man in einem solchen Moment am dringendsten hören muss.

Mein Stiefvater missbrauchte mich 8 Jahre lang
Gast ohne Namensnennung
Sie war zehn, als es begann. Sie nannte ihn Papa, auch im Bett. Eines der meistgesehenen Zeugnisse der Sendung.

Klára Svobodová
Das erste Baby starb, das zweite ist gehörlos
Über zwei Schläge kurz nacheinander und die Frage, wie man überlebt, wenn das Leben keinen Sinn mehr ergibt.

Warten Sie nicht, bis Ihr Körper Sie stoppt
Gast ohne Namensnennung
Über Warnsignale, die der Körper sendet, bevor er ganz stillsteht, und darüber, warum die meisten von uns sie übersehen.

Štěpánka Živčáková
Ich wollte mich umbringen
Ein eindringliches Bekenntnis über den Tag, an dem sie beschloss, ihr Leben zu beenden, und darüber, was sie davon abhielt.

Ein Priester missbrauchte mich jahrelang
Gast ohne Namensnennung
Die Kirche schwieg, und nach seinen Worten gab es mindestens zehn Opfer. Ein Zeugnis über Missbrauch und über eine Institution, die den Täter deckte.

Lukáš R.
5 Jahre schwere Heroinabhängigkeit
Über fünf Jahre, an die er sich nicht vollständig erinnert, und darüber, wie er wieder zu leben lernte.

Er missbrauchte mich und drohte, mich umzubringen
Gast ohne Namensnennung
Der Vater prügelte die Kinder ohne Rücksicht, der Mutter war es egal. Ein Zeugnis über eine Kindheit ohne einen einzigen sicheren Erwachsenen.

David Vaníček
Vom Ghetto zur eigenen Familie und zum Erfolg
Über einen Start, den niemand haben möchte, über den Moment, in dem sich etwas gewendet hat, und über die Familie, die er selbst aufgebaut hat.

Wim Hof hat mir das Leben gerettet
Gast ohne Namensnennung
Wegen schwerer Suchterkrankungen verlor er sein Haus und sich selbst. Über den Tiefpunkt und über die Methode, die ihm den ersten festen Halt gab.

Ich war 5, er 18
Gast ohne Namensnennung
Ein Missbrauch, mit dem sie sich vierzig Jahre lang auseinandersetzte. Darüber, wie lange es dauern kann, bis man überhaupt Worte findet.

Ich war 14, er 60
Gast ohne Namensnennung
Er vergewaltigte sie in der Sauna, und niemand glaubte ihr. Ein Zeugnis darüber, was es anrichtet, wenn man einem Kind nicht glaubt.

Marie Tilšarová
Mit 8 Jahren wurde ich missbraucht
Ihre Depressionen ertränkte sie danach jahrelang in Alkohol. Über ein doppeltes Trauma: das ursprüngliche und das, das man sich selbst zufügt, um nichts mehr zu fühlen.

Mein Großvater missbrauchte mich ab meinem 3. Lebensjahr
Gast ohne Namensnennung
Die Eltern wussten davon und schickten sie trotzdem weiter zu ihm. Eines der schwersten Zeugnisse, die in der Sendung zu hören waren.

Petr Štěpánek
Pornos zogen mich nach ganz unten
Über eine Sucht, über die nicht gesprochen wird, und darüber, wie sie seinen Respekt vor Frauen und seine eigenen Beziehungen beschädigt hat.

Adam Hnida
Ein Pfarrer hat mich vergewaltigt
Die Pfarrei hörte ihn nicht an und brachte ihn zum Schweigen. Die allererste Folge der Sendung #odvážný und eine der meistgesehenen.
Fachgespräche 23

Čestmír Horký
Gründer der Spendenplattform Znesnáze21
Eine Spendenaktion für einen Menschen in Not startet er in zwanzig Minuten. Er beschreibt auch den Neid, dem Familien kranker Kinder begegnen.

Marta Makaki
Psychotherapeutin, Gründerin des Institut pro tělo a mysl (Institut für Körper und Geist)
Die Ärzte sprachen von Operationen und fatalen Folgen. Marta entschied sich für ihren eigenen Weg und hilft heute anderen.

Jitka Poláková
Direktorin von proFem
Sie leitet die Organisation proFem im dreizehnten Jahr und steht hinter der Gründung des Zentrums PORT, des ersten umfassenden Zentrums für Opfer sexualisierter Gewalt in Tschechien. Sie erklärt, warum der erste Schritt nicht die Polizei ist, sondern Sicherheit, und warum Erstarren weder Zustimmung noch Schwäche ist.

Lukáš Rychetský
Gründer der Präventionsorganisation Lajfr z.s.
Referent für moderne und respektvolle Sexualerziehung an tschechischen Schulen. Er spricht darüber, was passiert, wenn ein intimes Foto in den Klassenchat gelangt, und wie man mit Kindern so über Sex spricht, dass er kein Tabu ist, sondern ein sicherer Kompass.

Mgr. Linda Sokačová
Centrum LOCIKA
Die Expertin für Gewalt an Kindern erklärt, warum man Täter nicht am Gesicht erkennt und warum es oft „der Sympathischste von allen“ ist. Über Manipulation, darüber, warum Kinder sich selbst die Schuld geben, und wie Ermittlungen heute sicherer ablaufen können als früher.

Adéla Hendrychová
Direktorin der Organisation Dítě v srdci (Kind im Herzen)
Zweimal hat sie ein Baby verloren, und heute begleitet sie Familien durch das Schwerste, worüber kaum gesprochen wird. Sie erzählt die Geschichte des kleinen Mädchens Jasmínka und was nach einem perinatalen Verlust der Frau, dem Partner, den Geschwistern und den Großeltern hilft. Und vor allem: was man niemals sagen sollte.

Mgr. Petr Ptáček
Psychologe und Psychotherapeut
Er zeigt die Folgen sexuellen Missbrauchs auf, beschreibt die Zunahme von Ängsten und Depressionen nach der Pandemie und erklärt, warum es so schwer ist, Hilfe zu finden. Er spricht auch darüber, was passiert, wenn die Justiz Täter den Geschädigten vorzieht.

ACORUS
Weggehen ist erst der Anfang
Die Auftaktfolge der Reihe #odvážný × ACORUS über Krisenhilfe, Frauenhaus, Beratung und Therapie. Darüber, warum es für Opfer häuslicher Gewalt so schwer ist zu gehen, warum Ultimaten oft nicht helfen und wie sich Gewalt auf Kinder auswirkt.

Ágnes Bučinská Němečková
Ein Kind im Krankenhaus darf nicht allein sein
Darüber, warum Eltern Teil der Behandlung sind und kein Besuch. Ein praktischer und menschlicher Blick darauf, was Kindern im Krankenhaus am meisten fehlt.

Zdeněk Jan Weber
Trainer missbrauchen ihre Macht über Sportler
Über Machtmissbrauch im Sport, darüber, wo die Grenze zwischen hartem Training und Manipulation verläuft, und welche Folgen Sportlerinnen und Sportler ins Erwachsenenalter mitnehmen.

Monika Růt
Wenn das System bei häuslicher Gewalt versagt
Darüber, wie man häusliche Gewalt überwindet, und über die Stellen, an denen Hilfe endet, bevor sie beginnt.

PhDr. Pavlína Doležalová
Erwachsenes Kind eines Alkoholikers
Über eine Kindheit in einer Alkoholikerfamilie, über die Rollen, die ein Kind übernimmt, und darüber, wie sie sich noch nach Jahrzehnten zeigen.

Rita Kramerová
Psychotherapeutin
Sie erklärt, warum Opfer schweigen und warum sich Täter oft unschuldig fühlen. Ein fachlicher Blick auf die Mechanismen, die Missbrauch im Verborgenen halten.

Erzieherin Jana
90 % der missbrauchten Kinder in Familien
Darüber, warum sich Kinder gerade Erzieherinnen und Erziehern anvertrauen, was sie alles zu hören bekommen und wie wenig das System damit anzufangen weiß.

Klára Šimáčková Laurenčíková
Was Kinder erleben, worüber wir uns zu sprechen fürchten
Ein Gespräch über Formen der Gefährdung von Kindern, über die öffentlich am schwersten gesprochen wird, und darüber, was sich im System ändern sollte.

Mgr. Bohuslav Jakubec
Autismus ist kein Etikett
Der Experte für Autismus-Spektrum-Störungen darüber, was Kindern mit ASS wirklich hilft und was Eltern niemand rechtzeitig sagt.

Mobbing aus drei Blickwinkeln
Therapeut, Trainer und Betroffene
„Kinder ritzen sich nicht einfach zum Spaß.“ Eine Debatte mit drei Menschen, die Mobbing von verschiedenen Seiten kennen und sich einig sind, wo Erwachsene versagen.

Terra Kasal
Psychologin
Trauma ist nicht nur Misshandlung. Sie zeigt, was die kindliche Psyche tatsächlich prägt und warum sich die Folgen oft erst im Erwachsenenalter zeigen.

Mgr. Barbora Čeledová
Wenn ein Kind um Hilfe bittet
Über Eltern, die von Psychologie nichts halten, und über Kinder, die in der Zwischenzeit darauf warten, dass jemand sie bemerkt.

25 Jahre in einem helfenden Beruf
Gast ohne Namensnennung
Über eine schöne, aber anspruchsvolle Aufgabe und darüber, was es mit einem Menschen macht, der ein Vierteljahrhundert lang anderen hilft.

Jiří Kubík
Journalist
Über den Fall eines Lehrers, der einen Schüler missbrauchte und wieder unterrichtet. Nach seinen Worten der größte Schock, auf den er bei seiner Arbeit gestoßen ist.

Martin Kožíšek
39 missbrauchte Kinder in einer einzigen Pfadfindergruppe
Über einen Fall, der die Pfadfinderbewegung erschütterte, und darüber, wie lange in einer geschlossenen Gemeinschaft geschwiegen werden kann.

Kateřina Horká
Frauen treffen 85 % der Entscheidungen und leiden dennoch unter Ungleichheit
Über den Widerspruch zwischen dem, wie viel Frauen tatsächlich entscheiden, und dem, wie mit ihnen umgegangen wird.
Bekannte Gesichter 25

Barbora Hlaváčková
Fernsehmoderatorin
Sie spricht über freiwillige Kinderlosigkeit, eine Essstörung in der Jugend und sexuelle Belästigung. Und darüber, wo der Boulevard endet und ein empathisches Gespräch beginnt.

Lucy Slouková
Ein Versprechen, das ich gehalten habe
Tschechische Meisterin in lateinamerikanischen Tänzen und Showdance. Mit siebzehn verlor sie ihren Tanzpartner Ondra und versprach ihm, für sie beide zu tanzen. Ein Gespräch über Verlust, die Schattenseite eines schönen Sports und einen Neuanfang.

Jan Látal
Dokumentarfilmer, Projekt czeXperiment
Gründer einer Dokumentarplattform, die die tschechische Gesellschaft mit sozialen Experimenten erkundet. Er spricht darüber, was passiert, wenn Tschechien sich selbst ungefiltert betrachtet: über Gefängnisse, den Bystander-Effekt, Hass im Netz und den Mut, ins Ungewisse zu springen.

Eva Toulová
Hass, Boulevard und anonyme Angriffe
Darüber, warum wir Frauen nach ihrer Kleidung beurteilen, wie es ist, zur Zielscheibe anonymen Hasses zu werden, und was in einem Menschen zerbricht, wenn ohne seine Zustimmung über ihn geschrieben wird.

Jay Fox & Holly
Eltern sollen Bodyguards sein
Ein Gespräch über Kinder, Schule und Grenzen, die Erwachsene nicht übersehen dürfen. Darüber, warum Mobbing unter Kindern nicht verharmlost werden darf und wo die Verantwortung der Eltern beginnt.

Ridina Ahmedová
Mein Leben lang habe ich mit meinem Körper gekämpft
Die Sängerin und Stimmpädagogin über ihren langen Kampf mit dem eigenen Körper und darüber, was passiert, wenn man aufhört, gegen ihn zu kämpfen, und beginnt, ihm zuzuhören.

Pavel Moric
Sie haben alles, aber innerlich leiden Sie still
Über die innere Leere, die sich hinter Erfolg versteckt, und darüber, warum es so schwer ist, über sie zu sprechen.

Vojtěch Dyk
Ich verlor meine Stimme, meinen Vater und meine Sicherheit
Der Sänger und Schauspieler über eine Zeit, in der er verlor, was ihn ausmachte. Über den Verlust der Stimme, den Tod des Vaters und die Frage, ob die Leute ihn noch ernst nehmen würden.

Daniela Špinar
Regisseurin und Theatermacherin
Ein offenes Gespräch über Identität, über Behördenvorschriften, die über Menschenleben entscheiden, und über das Recht, ohne Bedingungen man selbst zu sein.

Petr Bollardt
Warum ich mich für LGBT+ eingesetzt habe
Darüber, warum er sich für eine Gruppe eingesetzt hat, zu der er nicht gehört, und was es ihn gekostet hat.

Kateřina Falbrová
Über den Film „Sbormistr“ („Der Chorleiter“)
„In der Stille geschieht das Böse.“ Über Missbrauch, von dem sie nichts wusste, und darüber, wie lange das Umfeld eines Täters schweigen kann.

Andrea Kalivodová
Ein Motorrad fuhr mich an, dann fand man einen Tumor
Die Opernsängerin über zwei Schläge, die kurz nacheinander kamen, und darüber, was ihr Halt gab, als sich nicht weiter als einen Tag im Voraus planen ließ.

Petra Hapková
Wegen der Depression konnte ich nicht aus dem Bett
Über eine Depression, die wirklich alles zum Stillstand bringt, und über die Schritte, die hinausführten.

Markéta Hamalčíková
Krebs mit 24
Die Schauspielerin und Moderatorin der Sendung #odvážný über den Schock der Diagnose, über die Angst und über den Lebenswillen, der plötzlich sehr konkret wurde.

Nikola Ciprová
Er vergewaltigte mich und wollte meine Familie umbringen
Die Sängerin, Schauspielerin und Moderatorin der Sendung #odvážný über ihre eigene Geschichte: über eine Beziehung, die zur Lebensgefahr wurde, und darüber, wie sie da herausgekommen ist.

Heidi Janků
Meine Mutter starb, als ich 11 war, mein Vater trank
Die Sängerin über eine Kindheit, die früher endete, als sie hätte enden sollen, und darüber, wie sie daraus statt Bitterkeit Kraft gezogen hat.

Václav Tobrman
Mein Vater schlug mich, die Musik rettete mich
Der Musiker und Moderator der Sendung #odvážný über die häusliche Gewalt, in der er aufwuchs, und über die Musik, die ihm eine andere Richtung gab.

Lukáš Langmajer
ADHS ist nicht nur Zappeligkeit
Der Schauspieler darüber, was es bedeutet, jahrelang nicht zu wissen, warum etwas nicht klappt, und welche Folgen es hat, wenn die Symptome ignoriert werden.

Denisa Pfauserová
Psychisches Mobbing tut mehr weh als körperliches
Die Schauspielerin über Mobbing, nach dem keine blauen Flecken bleiben, und über das Selbstvertrauen, das sie sich zurückerkämpfen musste.

Eva Leinweberová
Zwischen Theater und der Pflege ihrer sterbenden Mutter
Die Schauspielerin darüber, wie ein Leben aussieht, das zwischen Bühne und Krankenzimmer gespalten ist.

Nikola Ciprová
Ich habe 136 Tabletten geschluckt
Ein offenes Bekenntnis über Selbstverletzung, einen Suizidversuch und darüber, was sie über Wasser gehalten hat.

Dan Horyna
Wie ich mich aus der Sucht herausgekämpft habe
Darüber, wie leicht man in eine Sucht hineinrutscht, wie schwer man wieder herauskommt und was ihm konkret geholfen hat.

Štěpán Budil
Wir sind in den Kofferraum eines Autos gezogen
Wie ein Leben ganz ohne Besitz aussieht. Über einen Minimalismus, der keine Pose ist, sondern eine Entscheidung.

Jessica Bechyňová
Am schwersten war es, ein Missbrauchsopfer zu spielen
Die Schauspielerin über eine Rolle, die ihr mehr unter die Haut ging, als sie erwartet hatte, und über das Burn-out, das danach kam.

Vlastina Svátková
Magersucht, Bulimie, häusliche Gewalt und Stalking
Die Schauspielerin darüber, was sie alles durchgemacht hat, und darüber, dass „überlebt“ nicht dasselbe ist wie „es liegt hinter mir“.
Aus dem Archiv 9

Warum Kinder und Erwachsene sich selbst verletzen
Gast ohne Namensnennung
Aus dem Archiv der ersten Gespräche von 2022: über Selbstverletzung und darüber, warum Opfer von Missbrauch an Suizid denken.

Wie die tschechische Polizei reagiert
Gast ohne Namensnennung
Aus dem Archiv 2022: wie die tschechische Polizei und das Polizeipräsidium auf das Thema Missbrauch und Gewalt an Kindern reagieren.

Ein verurteilter Lehrer unterrichtet wieder. Was sagt das Jugendamt dazu?
Gast ohne Namensnennung
Aus dem Archiv 2022: wie es möglich ist, dass jemand, der wegen sexuellen Kindesmissbrauchs verurteilt wurde, wieder unterrichtet, und was das Jugendamt (in Tschechien OSPOD) dazu sagt.

Eva Decroix
Brauchen wir ein Register für Sexualstraftäter?
Aus dem Archiv 2022: ein Gespräch darüber, ob und wie ein Register für Sexualstraftäter entstehen sollte und was der Staat dafür tut.

Renata Ježková
Therapeutin
Aus dem Archiv 2022: wie man mit Opfern und Überlebenden sexuellen Missbrauchs spricht. Fachbeiträge von Renata Ježková begleiten auch das Buch Klubovna Naděje („Klubhaus der Hoffnung“).

Daniel Bartoň
Jurist
Aus dem Archiv 2022: welche Rechte Opfer sexuellen Missbrauchs haben und wie man sie tatsächlich durchsetzen kann.

Simona Babčáková
Wozu uns ein Trauma dienen kann
Aus dem Archiv 2022: die Schauspielerin über Trauma als etwas, das man nicht nur überleben, sondern auch verwandeln kann.

Hana Lehečková
Es geht vor allem um die gezielte Manipulation von Kindern
Aus dem Archiv 2022: darüber, dass Missbrauch nicht mit einer Berührung beginnt, sondern mit Manipulation, und warum gerade das für die Prävention am schwierigsten ist.

Therapie mit einer afrikanischen Frau
Gast ohne Namensnennung
Aus dem Archiv 2022: wie eine Therapie half, sexuellen Missbrauch zu verarbeiten.
Zeugnisse allein schützen niemanden
Wenn es reichen würde, über Missbrauch zu sprechen, wären wir weiter, als wir sind. Das Archiv der Gespräche ist deshalb nur ein Teil dessen, was wir tun, und reicht für sich allein nicht aus. Es dient drei Dingen.
Erstens: Es widerlegt die Vorstellung, dass so etwas anderswo passiert. Die meisten Menschen stellen sich unter Missbrauch einen Fremden und eine dunkle Unterführung vor. In den Gesprächen ist etwas anderes zu hören: der Onkel, der Großvater, der Trainer, ein Bruder oder eine Schwester, der Priester, der Stiefvater. Also jemand, dem die Familie vertraut hat. Solange Eltern das nicht hören, suchen sie das Risiko dort, wo es meistens gar nicht ist.
Zweitens: Es gibt Menschen Worte, die ihnen gefehlt haben. Wer keine Bezeichnung für das hat, was ihm passiert ist, kann es nur schwer laut aussprechen. Eine fremde Geschichte liefert diese Worte oft. Genau deshalb stehen die Hinweise auf Hilfsangebote am Anfang und am Ende dieser Übersicht.
Drittens: Es ist Material für die Schulbesuche. Aus dem, was Gäste immer wieder schildern, entwickeln wir die Inhalte der Schulbesuche und das geplante Programm Nikomu to neříkej („Sag es niemandem“). Das ist keine Lehrbuchtheorie, sondern es sind Muster, die sich in Dutzenden persönlicher Berichte wiederholen.
Wie wir Themen auswählen
Im Archiv geht es nicht nur um sexualisierte Gewalt, auch wenn das ganze Projekt damit begonnen hat. Nach und nach kamen weitere Themen hinzu, die einen gemeinsamen Nenner haben: Man schämt sich dafür und schweigt deshalb darüber. Häusliche Gewalt, Sucht, Essstörungen, Mobbing, der Verlust eines Kindes, psychische Erkrankungen. Das Schweigen ist in all diesen Fällen der Teil, der das Problem verlängert.
Wir streben weder Vollständigkeit noch Ausgewogenheit im journalistischen Sinn an. Wir drehen mit denen, die bereit sind zu sprechen, und in dem Tempo, das sie tragen können. Deshalb haben wir keinen festen Sendeplan, und zwischen manchen Folgen liegt eine längere Pause.
Was danach mit den Gästen geschieht
Mit der Veröffentlichung ist es für uns nicht vorbei. In den ersten Tagen nach dem Erscheinen einer Folge stehen wir mit dem Gast in Kontakt, weil gerade dann die meisten Reaktionen kommen, auch unangenehme. Die Kommentare unter den Folgen moderieren wir, und Zweifel an den Berichten der Gäste lassen wir dort nicht stehen.
Jede Folge kostet Zeit, Fahrten und fachliche Aufsicht
Dreharbeiten, Schnitt und Beratung durch Psychologinnen und Psychologen bezahlen wir aus Spenden. Ohne sie gäbe es dieses Archiv nicht.