Nikomu to neříkej
„Sag es niemandem“: ein Gesamtkonzept für frühe Prävention, Bildung und die Stärkung der Kompetenzen von Kindern im Umgang mit persönlichen Grenzen.
Stand 30. 9. 2026: Die Methodik erproben wir bei Schulbesuchen, die Kampagne bereiten wir vor und suchen Partner dafür. Chatbot und Zentrum der Hoffnung befinden sich in der Konzeptphase. Das Projekt richtet sich an Kinder in Tschechien und läuft auf Tschechisch.
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Der Übergriff beginnt damit, dass Unbehagen verharmlost wird.
Missbrauch beginnt meist nicht mit Gewalt. Er geht von einem Menschen aus, dem das Kind vertraut, und beginnt unauffällig: indem ein unangenehmes Gefühl heruntergespielt wird, mit Geheimnissen und mit dem Austesten von Grenzen.
Das Kind weiß nicht, wann es schweigen und wann es sprechen soll. Es kennt seine Grenzen nicht. Und genau das wollen wir ändern.
Warum unser Ansatz anders ist
Herkömmliche Prävention
- Befasst sich mit Folgen, Opfern und Hilfe (zu spät)
- Warnt vor Tätern und sexualisierter Gewalt
- Erwachsene belehren Kinder und geben ihnen Ratschläge
- Identifizierung von Opfern
Unser Gesamtkonzept
- Setzt vor dem Ereignis an und lehrt, Risiken zu erkennen (rechtzeitig)
- Macht kindliches Unbehagen und persönliche Grenzen zum Thema
- Von Kindern für Kinder: Wir geben ihnen eine Stimme
- Kompetenzen stärken: wie man gar nicht erst zum Opfer wird
Der Kern unseres Konzepts
Das kann passieren
Die Aufmerksamkeit auf das Problem lenken und das eigene Gefühl wahrnehmen.
So erkenne ich es
Die Fähigkeit, ein Risiko rechtzeitig zu erkennen. Wo ein harmloser Scherz aufhört und Manipulation beginnt.
Das kann ich dagegen tun
Die Fähigkeit zu reagieren: sich mitteilen, Grenzen setzen und sichere Hilfe finden.
Ein umfassendes Gesamtkonzept
Drei aufeinander aufbauende Säulen, verbunden durch eine digitale Ebene.
Nikomu to neříkej
Aktivierende Kampagne zur Stärkung von Kompetenzen.
Informierte Eltern
Webinare „Kinder in Sicherheit“ für Unternehmen, Eltern und andere Erwachsene.
Informations-Chatbot
Er soll das Kind über alle Säulen hinweg mit Krisenhilfe verbinden. In der Konzeptphase.
Aktivierende Kampagne „Von Kindern für Kinder“
In der ersten Phase sprechen wir überhaupt nicht über sexualisierte Gewalt. Wir machen nur Unbehagen zum Thema, mit Humor und Alltagssituationen.
Lustige Videos von Kindern, Challenges von Influencerinnen und Influencern in sozialen Netzwerken mit Themen wie „Findest du das okay?“.
Peinliche Momente, gute Pranks vs. blöde Pranks, „Sätze, bei denen ich mich mies fühle“, wofür ich mich schäme, Gruppendruck.
Ein Gespür für die eigenen Grenzen entwickeln
Wir bringen Kindern bei zu erkennen, wann die Grenzen ihres körperlichen und seelischen Wohlbefindens überschritten werden. Sich mitzuteilen ist genauso wichtig wie Widerstandskraft.
Grüne Zone
Ein harmloser Witz, Spaß, ein guter Prank.
Gelbe Zone
„Ist das noch okay?“ Peinliche Situationen, unangenehme Bemerkungen, Schamgefühl. Hier bringen wir Kindern bei, aufmerksam zu werden.
Rote Zone
Ein Problem, Manipulation, ein schädliches Geheimnis.
Skutečný kamarád: die Bildungsebene
An das Bewusstsein aus der Kampagne knüpfen wir in den Schulen mit einem Programm an, das die seelische Widerstandskraft von Kindern stärkt.
Umgang mit Gefühlen, seelische Widerstandskraft, Grenzen setzen, sichere Beziehungen.
Schulprogramme und Workshops.
Methodische Handreichungen und Materialien für Lehrkräfte und Eltern.
Zentrum der Hoffnung: Anlaufstelle und Hilfe
Das gibt es noch nicht. Es ist der nächste Schritt, den wir erst aufbauen wollen: ein physischer und sicherer Ort für den Moment, in dem Grenzen bereits überschritten wurden. Wir beschreiben ihn hier, damit sichtbar wird, wohin das Projekt führt, und nicht, weil wir ein solches Angebot heute schon hätten.
Geplant sind:
- Gezielte therapeutische Unterstützung in Zusammenarbeit mit Fachleuten.
- Stationäre Programme und Aktivitäten für Kinder und ihre Familien.
- Weiterführende fachliche Angebote, damit die Familie nach der Krise nicht allein bleibt.
Solange es das Zentrum nicht gibt, vermitteln wir Menschen an bestehende fachliche Hilfe. Geprüfte Kontakte finden Sie auf der Seite Hilfe finden.
Sofortige Vermittlung, die wir aufbauen wollen
Die digitale Ebene befindet sich noch in der Konzeptphase. So soll sie funktionieren.
Das Kind weiß nicht, wie es eine problematische Situation deuten soll.
Der Informations-Chatbot startet. Er soll erkennen, dass es um eine Grenzüberschreitung geht.
Er erklärt Grenzen und bietet Lösungsmöglichkeiten direkt im Chat an.
Mit einem Klick verbunden mit der Linka bezpečí (dem tschechischen Kinder- und Jugendtelefon), Krisenhotlines und Fachorganisationen. Ein echter Mensch.
Wie es in der Praxis funktioniert
Ein Kind, das seine Grenzen kennt und weiß, wem es sich anvertrauen kann, hat eine viel größere Chance, rechtzeitig um Hilfe zu bitten.
Wir machen aus dem „Mut, es auszuhalten“ den „Mut, sich anzuvertrauen“.
Die Kampagne holt das Kind über ein Thema ab, das es versteht (peinliche Momente, Unbehagen).
Mit der „Ampel“ und dem Programm „Skutečný kamarád“ versteht das Kind seine Grenzen.
Der Chatbot soll das Kind ohne Hürden mit Fachleuten verbinden.
Das Zentrum der Hoffnung soll künftig weiterführende fachliche Betreuung bieten.
Wir fangen nicht bei null an
Wir bauen auf jahrelanger Arbeit mit Kindern, Eltern und Institutionen auf. Mit der Politik diskutieren wir das Thema des sogenannten Kinderzertifikats (Dětský certifikát) und veranstalten das Webinar „Kinder in Sicherheit“ für Eltern. Die oben genannten Zahlen gelten zum 30. September 2026 und beruhen auf den Statistiken unseres YouTube-Kanals, unserer Erfassung der Schulbesuche sowie der verschenkten und verkauften Exemplare des Buches.
Das ganze Projekt auf siebzehn Folien
Strategischer Plan und Aufbau des Projekts, so wie wir ihn Partnern vorstellen: das Problem, die Methode 3T, drei Säulen, die digitale Ebene, bisherige Ergebnisse und Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Die Präsentation ist auf Tschechisch.
Präsentation öffnen (PDF, auf Tschechisch) Herunterladen
Die Präsentation stammt vom Juli 2026. Die Reichweitenzahlen darin sind älter; aktueller Stand zum 30. September 2026: 24.757 Abonnements und 4,9 Mio. Aufrufe auf YouTube.
Werden Sie Teil einer systemischen Veränderung
Wir suchen strategische Partner, Unternehmensspender und Institutionen, die uns helfen, dieses Konzept in die Praxis umzusetzen und Prävention zu Kindern zu bringen, bevor irgendetwas passiert.



